Im Waldhorn-Garten leben - ein Privileg FÜR UNS !
Der Waldhorn-Garten ist ein Ort, den Gerd und ich bewohnen dürfen, schon
seit vielen Jahrzehnten.
Und seit unsere Familie sich wieder verkleinerte, indem sie sich vergrößerte,
weil unsere Kinder neue Ableger außerhalb des Waldhorn-Gartens bildeten,
sind wir bereit,
die Exklusivität des HierSeinDürfens mit Euch, die Ihr vielleicht keinen
Garten habt und gern herkommt, zu teilen.
Wie kommts, daß WIR überhaupt hier sind,
denn der Garten gehört uns ja nicht!
Gerds Großeltern haben darin Anfang des letzten Jahrhunderts zuerst eine
Art Schrebergarten betrieben, zum Ausgleich,
um sich vom Alltag und Lärm der Stadt zu erholen. Später haben sie das
Haus in den geliehenen Garten hineingebaut,
vieles mit eigenen Händen - und dieses Haus ist dann ihr Alterssitz geworden.
Gerd konnte schon als ganz kleiner Junge seine Ferien bei den Großeltern
verbringen, war also von Kindesbeinen an hier zu Hause.
1965 kam ich dazu und mir wurde klar, daß unsere junge Familie hier ihr
Heim finden würde.
Langsam, aber kraftvoll wuchsen Wurzeln in die Tiefe des Waldhorn-Gartens.
Die Bäume wurden mit uns älter und älter. Die Wildkräuter,
der Efeu, die Wald-Erd- und Himbeeren, die Pilze, die Bienen,
die ganze Natur im Garten 'verleibte sich uns ein' und unsere Kinder wuchsen auf
und verließen uns nach und nach.
Heute toben - gelegentlich - schon sieben Enkelkinder im Waldhorn-Garten:
Jola, Giannis, Leon, Susanna, Djamilia, Lovis und Caio.
Dazu machen wir immer wieder die Erfahrung, daß alle 'Kinder' dieser Welt
gern hier sind.
Durch unseren großen Freundeskreis und die besondere Verbindung zu Ägypten
waren im Garten schon Menschenkinder vieler Nationalitäten:
Schweden, Italiener, Südafrikaner, Ägypter, Griechen, Argentinier, Polen,
eine Chinesin, Franzosen, Inder, Russen, Engländer, Ungarn,
eine türkische Familie, Amerikaner;
Menschen aller Berufe und Berufungen:
Schauspieler, Künstler, Arbeitslose, Techniker, Manager, Ärzte, Meditationslehrer,
ein tibetischer Rinpoche, Weltenbummler, Forscher,
Handwerker, Holzfäller, Buch-Autoren, Müllfahrer, Maler, Bäcker,
Schneider, Gärtner, Bankfachleute, Biologen, Sammler, Millionäre,
männliche und weibliche Lebenskünstler aller Couleur ... Sicher habe
ich vergessen, einige aufzuzählen.
Der Waldhorn-Garten ist ein Ort, da wollen manche nicht mehr fort.
Und wir - obwohl wir ab und zu dann auch wieder allein sein wollen und müssen
- fühlen einfach:
JA! So lange es den Waldhorn-Garten in dieser Form noch geben wird (vielleicht
bis zu unserem Tod, wenn wir das finanziell leisten können),
so lange möge dieser Ort für Groß und Klein ein Ort der Begegnung,
der Freude, des Glücks und der völkerverbindenden Freundschaft sein
und bleiben!
Und weil wir Idealisten sind und keine Geschäftsleute, gibt es ein vielfältiges
Programm im Garten, das aus unserem Leben,
unserem So-Sein herausgewachsen ist und deshalb ist das, was wir tun, echte
Herzensarbeit.
Natürlich hilft uns bei der Durchführung auch vieles, was im Laufe unseres
Lebens durch Bildung und Ausbildung 'Unseres' geworden ist.
An dieser Stelle EIN RIESENGROSSES DANKESCHÖN DEM UNIVERSUM, das uns
in den Walhorn-Garten gepflanzt hat!
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